Vorheriger Vorschlag

Herausforderungen

Der Planung ging eine sorgfältige Bauaufnahme mit Aufmaß voraus. Spannend waren die Abbrucharbeiten, denn diese decken erst die wahre ‚Qualität‘ der Bausubstanz auf.

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Nächster Vorschlag

Bauaufgabe

Das Bestandsgebäude beseht aus zwei Gebäudeabschnitten.
Der ältere Gebäudeteil ist ein unterkellerter Fachwerkbau mit Holzdecken, dessen Baujahr unbekannt ist und der in den alten Plänen als ‚Tenne‘ bezeichnet wurde.

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Baumaßnahmen

Innenräume

Um den vielfältigen Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz und Wärmeschutz gerecht zu werden, wurde zunächst die Trennung der Einheiten grundrisslich an der Wand vorgenommen, 
die bereits in weiten Teilen zweischalig war. Das heißt, die ehemalige Aussenwand im Westen der Tenne, an die später die Volksbank angebaut wurde, wurde neue Gebäudetrennwand. Vorher erstreckten sich die Einheiten pro Geschoss über beide Gebäudeteile.  
Dadurch wurde vermieden, dass eine Einheit sich über zwei Systeme erstreckt. Somit ist jede Einheit entweder im Fachwerkbau oder im Massivbau zu Hause. 
Zusätzlich wurden die schutzbedürfigen Räume (Schlafräume) durch vorgestellte Trockenbauwände zur nächsten Einheit versehen. Im Fachwerkbau wurde ein Trockenestrich eingebracht, der sowohl den geforderten Brandschutz erfüllt und den bestmöglichen Schallschutz bei dieser Bausubstanz möglich macht. Im Massivbau war bereits ein Estrich im OG vorhanden, hier war der Trockenestrich nur im DG erforderlich. Im Erdgeschoss wiederum wurde ein Dünnestrich eingebracht, um die unterschiedlichsten Untergründe zu nivellieren und die Verlegung des Bodenbelag möglich zu machen.
Der Anbau ist aus Wärmedämmziegel realisiert und hat einen Keller aus WU Beton, da eine Drainage nicht hätte sinnvoll realisiert werden können (Versickerung). Decken und Treppen sind aus Beton. Das Flachdach erhielt eine bituminöse Abdichtung mit Kiesauflage. Die Wärmedämmung wurde entsprechend der aktuell gültigen EnEV ausgeführt. Der Anbau wurde an die Haustechnik des Bestandes angeschlossen.Die Fenster sind im gesamten Gebäude Dreifachverglast mit einem Uw-Wert von <=0,87w/qmK, die bestehenden Aussenwände wurden mit 18-20cm Mineralwolle gedämmt und erreichen somit einen U-Wert von ca. 0,17-0,19W/qmK. Das Bestandsdach wurde komplett neu gedämmt zwischen den Sparren, mit einer Aufsparrendämmung aus Holzwolleleichtbauplatten zusätzlich versehen und neu eingedeckt ( U-Wert ca. 0,18W/qm/K).
Die Heizungsanlage wurde belassen, alle Räume werden über Heizkörper beheizt. Es wurde lediglich ein größerer Warmwasserspeicher eingebaut. Die Verrohrung für Heizung und die Sanitärinstallation wurde komplett erneuert, die Grundleitungen wurden überprüft, beibehalten und ergänzt. Die Elektroinstallation wurde komplett erneuert. Die erforderliche Lüftung wird sichergestellt durch Lüfter in allen Bädern, die über eine Zeitschaltuhr in regelmäßigen Abständen ablüften, die Luft strömt über Lüftungsventile in den Fenstern nach.
Die erforderlichen PKW-Stellplätze wurden zur Strasse hin angeordnet, die Fahrradabstellplätze werden in einer Fertiggarage im Süden des Grundstücks realisiert.