Worum geht es hier?

Bürgermeisterin Anna-Luise Conrad

Die Stadt Naunhof kann seit vielen Jahren auf eine positive Entwicklung als Wirtschafts- und Wohnstandort blicken. Klimawandel, Braunkohleausstieg und Bevölkerungswachstum stellen die Stadt aus den sich daraus ergebenden rechtlichen und sachlichen Anforderungen jedoch vor neue hohe Herausforderungen. Zusammen mit den bereits bestehenden Aufgaben der Stadtentwicklung in den vielen Fällen des täglichen Lebens lassen sich Vielzahl und Dynamik nur bewältigen, wenn man die Entwicklungen geeignet verknüpft und koordiniert miteinander bewältigt. Man spricht dann von einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung.
Um die bisherige positive Entwicklung der Stadt fortzusetzen, noch bestehende Probleme und Missstände zu beseitigen und auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein, sind verschiedene Maßnahmen zur städtebaulichen, funktionalen und energetischen Anpassung geplant. Dabei kann nicht alles Notwendige sofort im gesamten Stadtgebiet und allen Ortslagen erfolgen. Man beginnt am besten im Gebiet der Innenstadt, wo sich die meisten die unterschiedlichsten Entwicklungen überschneiden.
Welche Maßnahmen dabei im Einzelnen angegangen werden, erfahren Sie auf unserem digitalen Stadtrundgang.
Die Summe der geplanten Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten stellen für die Stadt eine finanzielle Herausforderung dar, welche trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung von Naunhof die Stadt nicht allein aus eigener Kraft stemmen kann. Um den städtischen Haushalt zu entlasten, ist deshalb die Inanspruchnahme verschiedener Förderprogramme angedacht. Als Fördervoraussetzung ist dabei ein konkretes Gebiet zu benennen, in welchem eine einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung von unterschiedlichen Maßnahmen möglich sind.
Das vorgesehene Fördergebiet soll den Titel „Nachhaltige Innenstadt Naunhof 2030“ tragen. Es umfasst neben dem Stadtzentrum um den Markt, den Bahnhof, die Flächen zwischen Leipziger Straße, Erdmannshainer Straße, Ungibauerstraße/Alte Beuchaer Straße bis auf Höhe Damaschkestraße/Dieselstraße, das Gelände der Oberschule Naunhof sowie die zwischen Oberschule und Bahngleisen liegenden Grundstücke. Die vorläufige Größe beläuft sich damit auf ca. 48 ha.
Für die förmliche Festsetzung eines Fördergebietes hält das hierfür anzuwendende Baugesetzbuch (BauGB) verschiedene Verfahrensweisen bereit. Die Stadt Naunhof hat die Durchführung eines zweistufigen Verfahrens gewählt, an dessen Ende ein auf einer Sanierungssatzung beruhendes Fördergebiet hervorgehen soll.
Ein wesentlicher Teil des zweistufigen Verfahrens ist auch die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen einer Kartendiskussion. Zu dieser sind nicht allein die im Fördergebiet lebenden oder tätigen Bewohner und Gewerbetreibenden eingeladen, sondern alle Personen und Einrichtungen, die sich mit der Innenstadt Naunhof verbunden fühlen.
Deshalb möchte ich Sie einladen: Teilen Sie uns Ihre Gedanken, Ideen und Überlegungen mit!

Über die folgenden Schritte und konkreten Umsetzungen werden wir anschließend in geeigneter Weise informieren.